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morningwalk #2





Es wurde nicht nur gewalkt.



In den letzten Tagen ist meine erste Amtshandlung nach dem ich die Augen aufgeschlagen habe, zu schauen ob der blaue Himmel anwesend ist. Die ganze Woche wartete ich darauf. Heut traf das ein was ich so lange vermisste. Ein sonniger Morgen. Ich ließ mich also aus dem Bett fallen, machte mir mein Heißgetränk fertig und ging auf die Straßen Berlins, um zu spazieren. Nur ich, mein Getränk in der Hand und meine Gedanken.
Bei solchen Gelegenheiten überlasse ich es meinem Kopf was er sich bei solchen Spaziergängen immer für Gedanken aufgabeln möchte. Was mich aber an diesem Morgen besonders wunderte … Ich schlenderte. Von der Schnelligkeit die meine Füße sonst vorlegen war keine Spur. Ich lief unglaublich entspannt und langsam. So langsam, das ich selbst ins Staunen geriet. Kein Gefühl, getrieben zu sein machte sich in meinem Bewusstsein breit. Es gab kein Ziel. Nur das bewusste Verlangen, vor meinem heutigen Tag am Schreibtisch noch so einige Minuten an der frischen Luft zu verbringen. Der Weg war also diesmal das Ziel. Und es tat gut. Unheimlich gut.

Ich wünsch euch einen tollen Freitag und eine wunderbaren Start ins Wochenende.


Bilder: danane

morningwalk #1



Ich bin heute morgen relativ gut aus dem Bett gekommen. Ich habe gelesen es ist genetisch festgelegt ob man Frühaufsteher oder Langschläfer ist. Heute morgen wurde die Snoozetaste also nur 1-2 mal von mir gedrückt. Aber dann ging es raus. So richtig raus. Nicht nur aus den Federn. Ich machte mir schnell mein Heißgetränk und ging los. Mein Ziel? Es gab kein Ziel. Der Weg war das Ziel. Und der führte durchs Friedrichshainer Kiez. Ich wollte mir die Beine vertreten, bevor der Schreibtisch mich wieder gefangen nimmt. Das macht er viel zu oft und dem muss ich entgegenwirken.

Wenn ich durch die Berliner Straßen laufe und mich nehmen die ganzen Eindrücke nicht mehr ein, dann ist es an der Zeit meinen alt bewährten Trick anzuwenden. Ich stelle mir dann immer vor ich wäre in einer anderen Stadt. Diese Methode funktioniert. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie die alten Straßen für mich plötzlich in einem neuen Licht erscheinen. Diesmal war ich in Stockholm. Alles war neu. Alles war anders. Liegt es nun an meiner Vorstellungskraft oder an der Tatsache das ich alt eingesessenes bei Seite schiebe und meinen Blick unverblümt öffne. Am Ende ist hier doch das Ergebnis ausschlaggebend und das heißt Input.

Habt eine schöne Woche!

Bild: danane