Meine Welt in Text und Bild



Vor der Arbeit nicht die mails gecheckt oder in die Zeitung geschaut
(ok, ich hab´ sie dann später weggelegt).
Füße hoch und der Sonne beim aufgehen zugeschaut.




Samstagnacht (wir waren alle auf den Beinen und haben zum Altstadtfest in Schwarzenberg ein wenig gefeiert) habe ich einfach beschlossen: ich will jetzt auf den Fichtelberg laufen (24 km). Wir sind dann (mit mir waren wir zu zweit) einfach losgewandert. Haben uns noch schnell zwei Fischbrötchen gekauft, Wasserflaschen eingepackt und uns dick angezogen (Nachttemperatur: 7 Grad). Unser Plan war eigentlich, uns bis zur Hälfte der Strecke ein Taxi heran zu winken und den Rest zu Fuss zu bewältigen. Naja, es kommt eh immer anders als man denkt. Wir haben natürlich kein Taxi anhalten können. Nicht mal ein netter Autofahrer kam vorbei gefahren. Aber am Anfang waren wir auch noch frohen Mutes. Wir waren soooo sehr in den Gesprächen vertieft, das wir es nicht merkten wie wir liefen und liefen. Immer weiter in den Wald hinein. Das ist keine Märchennacherzählung. So war es wirklich. Wir bogen dann von unserer ursprünglichen Route ab. Von der Straße runter, rein in den Wald. Der war finster, so finster hat man es schon lang nicht mehr gesehen (dafür leuchteten die Sterne so hell).
Die Technik war unser Freund. Das Handy spendete Licht. So, das wir wenigsten 30 cm vor uns sehen konnten. Hören konnten wir nichts. Alles war so still. Kein Tier, keine Auto, kein Mensch zerstörte diese Situation. Und wir liefen und liefen. War doch unser Plan zum Sonnenaufgang auf dem Fichtelberg zu sein. Halb 4 Uhr morgens haben wir dann das erste mal auf die Uhr geschaut. Wir sind übrigens gegen 1 Uhr Nachts los gelaufen. Hab ich vergessen zu erwähnen. Irgendwann brach dann auch die Dämmerung über uns herein. Da dämmerte es uns dann auch, das wir unser Ziel nicht mehr rechtzeitig erreichen werden. Also nahmen wir es wie es kam. Wir liesen uns am Wegesrand nieder. Packten unser Fischbrötchen aus und hatten diesen wunderbaren, stillen Moment für uns. Jeder aß, schwieg für sich, quasselte mit dem anderen. An diesem Ort beschlossen wir auch nicht mehr weiter in Richtung Fichtelberg zu laufen. Also machten wir kehrt und bogen die nächste Möglichkeit links ab. Ich hatte irgendwann nur noch einen Gedanken: FÜSSE! Sie schmerzten sooo sehr. Aber in der "Wildnis" ist es schwer jemanden zu finden, der uns mitnehmen würde. 10 km mussten wir wieder zurück. Bis der nächste Bahnhof kam. Aber das witzige ist, wir schafften es so überpünktlich, das wir nur 5 Minuten warten mussten und der Zug kam. Der nur jede Stunden auf dem Fahrplan steht.
Wir kamen also rechtzeitig zum Frühstück um 8 Uhr früh wieder zu Hause an. Ende der Geschichte. :-)


Unsere Umgebung auf unserer Wanderung


Flohmarktentdeckungen


Flohmarktentdeckungen 2

Kommentare:

  1. Nun glaub ich es wirklich. Schon eine ganz schöne Strecke ...

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  2. eine wundeRbaRe geschichte.
    eine ganz fuRchtbaR wundeRbaRe.
    käthe meRkt sich: spontansein ist mäRchengleich.
    liebste gRüße. deine bild im übRigen ebenso!

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  3. Tolle Flohmarktentdeckungen hast du gemacht!
    LG, Emma

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  4. ein wunderbarer Blog, den du da hast, und den ich erst heute entdeckte.
    mir gefallen insbesondere deine stimmungsvollen Fotos, gerade in diesem Post. :)
    bis demnächst! Earny

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  5. Eine coole Aktion :) Und wenn die Füße wieder heile sind, bleibt nur der Spaß und das Abenteuer in Erinnerung. Sowas müsste man viel öfter machen.
    Liebe Grüße
    Andrea

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